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Nach zwei Tagen mit relativ bedecktem Wetter haben wir uns einen weiteren Tag rund um Margaret River vertrieben und unseren Zeitplan somit endgültig über Bord geworfen.
Bereits früh morgens (also so gegen 10 Uhr) standen wir vor den Toren des “Warden Cultural Center”. Geleitet von einem Aborigine Geschwisterpaar in den Vierzigern erfährt man hier eine Menge über die Traditionen, Geschichte, Kultur und Lebensweise der australischen Ureinwohner. Da hat wirklich jede Pflanze eine Bedeutung oder kann in irgend einer Weise verwendet werden. Sei es um eine Jagdwaffe draus zu fertigen oder um Opossums anzulocken. Und auch wie ich in Zukunft erkenne ob ein Einbrecher (oder eine Schlange) in meiner Hütte bzw. meinem Zelt ist hab ich gelernt. Wird hier aber nicht verraten, sonst lassen die Einbrecher / Schlangen sich sicher neue Tricks einfallen.
Anschließend gings zum Prevely Beach (nur schauen, nicht baden) und dann ins Shell Museum. Letzteres stellte sich als riesiges Wohnzmmer raus, gefüllt mit gefühlten 20.000 Muscheln aus allen Meeren und Ozeanen unserer Erde. Teilweise sind diese so giftig, dass sie einen Erwachsenen in 20 Minuten töten.
Dann wieder zum Strand. RedGate Beach um genau zu sein. Hier war es soooo windig, dass ich nach 20 Minuten schlummern unter einer ordentlichen Schicht Sand begraben war. Connys Versuche ein Buch zu lesen sind in diesem Sandsturm kläglich gescheitert.
Auf dem Rückweg zum Campingplatz haben wir uns dann noch nett verfahren. “Wie? Nur noch zwei Kilometer nach Augusta? Ich glaub wir sind hier falsch….” Hat der guten Stimmung aber keinen Abbruch getan.

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Von den Grampians ging’s mit dem Zug nach Adelaide, im vergleich zu den restlichen Tagen war das wohl das komfortabelste stuck überhaupt. Die 6 std gingen schnell vorbei da Rosie (83 aus Perth) mit mir Kreuzworträtsel gelöst hat und zu jedem Begriff irgend ne Story aus ihrem leben kannte. Adelaide ist verglichen zu Melbourne irgendwie tot, der Bahnhof an dem die 3 größten Züge Australiens ankommen (Gahn, Overland & Indian Pacific) ist nichts anderer als ein bissl größerer deutscher Provinzbahnhof.

Adelaide to Coober Pedy (12.12.07)

Adelaide to Coober Pedy (12.12.07)Adelaide to Coober Pedy (12.12.07)Adelaide to Coober Pedy (12.12.07)Adelaide to Coober Pedy (12.12.07)Adelaide to Coober Pedy (12.12.07)Adelaide to Coober Pedy (12.12.07)Adelaide to Coober Pedy (12.12.07)

Am nächsten Tag ging’s um 5.30 los im Bus nach Alice Springs, anfangs noch gut befahrene strecke bekommt man sobald man auf den Stuart Highway einbiegt das erste gefühlt vom Outback. Ab und an sieht man ein Campervan oder ein Roadtrain und ansonsten ändert sich nicht viel. Die Landschaft ändert sich gewaltig, von anfangs noch grünen Wälder in Adelaide, zu Buschland mit der unglaublichen roten Erde die man im Outback so erwartet. Was anfangs noch Lebensraum für viele viele Kühe ist, ändert sich in riesige ausgetrocknete Salzseen wo man kein leben mehr vermuten würde. Je näher man Coober Pedy kommt desto näher fühlt man sich dem Mars, die Landschaft ähnelt einem Schweizer käse mit tausenden von Löchern und Erdhügeln. In der “Stadt” angekommen hat sich daran nicht viel geändert, da 80% der Menschen hier unterirdisch wohnen und das einzige was man davon sieht ein kleiner Kamin ist der aus einem Hügel ragt. Die Wohnungen sind aber eigentlich ganz schick, es fehlt bis auf Fenster an nichts und es sind immer angenehme 22-24°C ohne das ne Klimaanlage benötigt wird.
Nachdem essen ging’s dann mit der Gruppe in die Bar. Unglaublich aber wahr, in dieser kleinen Wüstenstadt hab ich dann noch 2 Mädels getroffen die ich aus Furtwangen kannte. Die Welt ist halt doch so klein.

Coober Pedy to Alice Springs (13.12.07)

Coober Pedy to Alice Springs (13.12.07)Coober Pedy to Alice Springs (13.12.07)Coober Pedy to Alice Springs (13.12.07)Coober Pedy to Alice Springs (13.12.07)Coober Pedy to Alice Springs (13.12.07)Coober Pedy to Alice Springs (13.12.07)Coober Pedy to Alice Springs (13.12.07)Coober Pedy to Alice Springs (13.12.07)Coober Pedy to Alice Springs (13.12.07)Coober Pedy to Alice Springs (13.12.07)Coober Pedy to Alice Springs (13.12.07)

Am nächsten Tag hat einem dass Outback dann bewiesen das es alles andere ist als ein großes Stück ausgetrocknetes Land ist, je näher man an Alice Springs heran kommt desto grüner wird die Landschaft wieder. Die Raststätten werden wieder zahlreicher genauso wie die Autos, im Nothern Territory angekommen darf man dann sogar mit unglaublichen 130km/h die meisten Kerzen gerade Strasse entlang fahren. Ein etwas erschreckenden Stopp haben wir dann in einem Aboriginee Community eingelegt, ganz schön krass kann ich nur sagen. Dass Dorf gleicht mehr einem Gefängnis und man fühlt sich nicht wirklich als wäre man noch im sonst so westlichen Australien. Beschreiben lässt sich das aber nur schwer…

Coober Pedy to Alice Springs (13.12.07)

Ingesamt gehen so 20std im Bus doch viel schneller vorbei als man denkt. Abends ging’s dann mit der Gruppe noch mal zum Abschied essen in ne Bar mit Schlangen Show…

The Trip…

9. November 2007

Die Route

6000km = 2000km Flugzeug + 4000km Bus

(1) Melbourne, hier gehts los am 13. Dezember, 12.05 Flug nach Alice Springs

(2) Alice Springs, bissl in der Wüste rumdümpeln, im Outback schlafen, Ayers Rock ankucken, schwitzen… also das ganze Programm :D. Paar Tage später ab in Bus nach Cairns

(3) 3 Tage!! später ankunft in Cairns… musste einfach den Bus nehmen, einmal wissen wiest ists im nirgendwo zu sein ;). In Cairns verbring ich Weihnachten und probier nebenher meine Klamotten wieder sauber zu bekommen vom roten sand…

(4) am 31.12.07 komm ich dann in Airlie Beach (Whitsunday Islands) an und steig auf nen Segelboot, wo ich Sylvester verbringen werd

(5) Sydney, irgendwann viel später mit vielen zwischenstopps… (Noooosa, Brisbane…)

((6) Hong Kong Stopover… )

Also eigentlich ist alles so ziemlich geplant, was ich an der Ostküste anschau werd ich dort entscheiden. Je nach Finanzlage und Zeit, leider ist man ja so “schnell” auch nirgends :D

War ganz schön schwer sich zu entscheiden was man nun macht und was nicht. Musste die komplette wunderschöne Westküste weglassen, dass mir von Friedel (Tante) empfohlene Coober Pedy, den Jens besuch und sonst auch ganz viel. Naja wenigstens ein Grund zum irgendwann wiederkommen, hab ja quasi nur halb Australien gesehen. Ausserdem weiss der Jensi ja jetzt wo ich wann bin und kann mich besuchen…

Ich muss mich auch offiziell bei Megan (meine Lieblingsaustralierin) bedanken die mir mein Tigerairwaysticket nach Alice mit ihrer Kreditkarte gebucht hat, weils mit deutschen kreditkarten net geht. Bis auf das kann ich Tigerairways nur empfehlen, 30€ fuer 2000km, billiger gehts fast net ;)…

Nun die zentrale frage: Was zu hölle treibt man auf ner 4000km Busfahrt?!?!?